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Kunstmuseum Albstadt >> Ausstellungen

Alle Ausstellungen auf einen Blick!

Rainer Zerback – Metamorphosis

Rainer Zerback – Metamorphosis

Die Schwäbische Alb im Wandel
13. März bis 6. September 2026

Die Schwäbische Alb im Wandel

Der Fotograf Rainer Zerback (*1958) widmet sich im Projekt Metamorphosis der Schwäbischen Alb als durch den Menschen geformten Lebensraum. Seine hochauflösenden, präzise komponierten Fotografien zeigen eindrucksvoll, wie stark wir die Oberfläche unserer Welt verändern. Im Medium der künstlerischen Fotografie entsteht eine visuelle Bestandsaufnahme unserer Gegenwart und zugleich ein Archiv für kommende Generationen.

Aus erhöhter, distanzierter Perspektive und mit großer Tiefenschärfe richtet Rainer Zerback den Blick auf Orte des Alltäglichen. Ein Truppenübungsplatz, ein Steinbruch oder ein Wanderparkplatz erscheint in seinen Bildern fremd und entrückt. Dadurch aktivieren die Fotografien unsere kritische Betrachtung und regen zur individuellen Reflexion an.

Rainer Zerback versteht seine Arbeiten als künstlerischen Beitrag zur Diskussion über das Anthropozän – jenes Zeitalter, in dem der Mensch zum dominierenden Einflussfaktor auf die natürlichen Prozesse der Erde geworden ist. In der Werkgruppe Metamorphosis lassen sich thematische Cluster ausmachen: Wohnen und Bauen, Arbeits- und Lernwelten, Konsum, Adel, Verkehr und Infrastruktur, Militär, Glaube und Brauchtum, Dunkelheit, Freizeit und Sport, Ruhe und Natur.

Metamorphosis ist der zweite Teil von Rainer Zerbacks fotografischer Trilogie Stadt, Land, Staat. In der ersten Werkgruppe Futur Zwei beschäftigte er sich mit Ludwigshafen am Rhein. Der noch in Arbeit befindliche dritte Teil wird sich mit einer noch größeren topografischen Einheit befassen: dem Staat als fotografischem Gegenstand.

Das Kunstmuseum Albstadt zeigt mit dieser Ausstellung eine repräsentative Auswahl aus dem umfangreichen Bildkomplex Metamorphosis. Eine vertiefende Darstellung bietet der zweisprachige Katalog (dt./enlg.) mit Texten von Prof. Dr. Annett Steinführer und Dr. Günter Baumann, erschienen im Kerber Verlag, Berlin. Erhältlich für 42 € an der Museums­kasse und auf Bestellung (AbeBooks.de, kunstmuseum@albstadt.de, 07431 160-1491, ab 8 € Porto/Verp.).

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Rainer Zerback – Metamorphosis

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Rainer Zerback – Metamorphosis

Die Schwäbische Alb im Wandel
13. März bis 6. September 2026

Die Schwäbische Alb im Wandel

Der Fotograf Rainer Zerback (*1958) widmet sich im Projekt Metamorphosis der Schwäbischen Alb als durch den Menschen geformten Lebensraum. Seine hochauflösenden, präzise komponierten Fotografien zeigen eindrucksvoll, wie stark wir die Oberfläche unserer Welt verändern. Im Medium der künstlerischen Fotografie entsteht eine visuelle Bestandsaufnahme unserer Gegenwart und zugleich ein Archiv für kommende Generationen.

Aus erhöhter, distanzierter Perspektive und mit großer Tiefenschärfe richtet Rainer Zerback den Blick auf Orte des Alltäglichen. Ein Truppenübungsplatz, ein Steinbruch oder ein Wanderparkplatz erscheint in seinen Bildern fremd und entrückt. Dadurch aktivieren die Fotografien unsere kritische Betrachtung und regen zur individuellen Reflexion an.

Rainer Zerback versteht seine Arbeiten als künstlerischen Beitrag zur Diskussion über das Anthropozän – jenes Zeitalter, in dem der Mensch zum dominierenden Einflussfaktor auf die natürlichen Prozesse der Erde geworden ist. In der Werkgruppe Metamorphosis lassen sich thematische Cluster ausmachen: Wohnen und Bauen, Arbeits- und Lernwelten, Konsum, Adel, Verkehr und Infrastruktur, Militär, Glaube und Brauchtum, Dunkelheit, Freizeit und Sport, Ruhe und Natur.

Metamorphosis ist der zweite Teil von Rainer Zerbacks fotografischer Trilogie Stadt, Land, Staat. In der ersten Werkgruppe Futur Zwei beschäftigte er sich mit Ludwigshafen am Rhein. Der noch in Arbeit befindliche dritte Teil wird sich mit einer noch größeren topografischen Einheit befassen: dem Staat als fotografischem Gegenstand.

Das Kunstmuseum Albstadt zeigt mit dieser Ausstellung eine repräsentative Auswahl aus dem umfangreichen Bildkomplex Metamorphosis. Eine vertiefende Darstellung bietet der zweisprachige Katalog (dt./enlg.) mit Texten von Prof. Dr. Annett Steinführer und Dr. Günter Baumann, erschienen im Kerber Verlag, Berlin. Erhältlich für 42 € an der Museums­kasse und auf Bestellung (AbeBooks.de, kunstmuseum@albstadt.de, 07431 160-1491, ab 8 € Porto/Verp.).

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Brigitte Wagner – „Es zeichnet“

Brigitte Wagner – „Es zeichnet“

6. Februar bis 31. Mai 2026

Ausstellungseröffnung:
Freitag, 6. Februar 2026, 18:30 Uhr
Einlass 18 Uhr, freier Eintritt

Die Landschaft entsteht wie von selbst: „Es zeichnet“.

Aus intuitiv gesetzten Zeichenspuren schafft die Künstlerin Brigitte Wagner (*1940) expressive Landschaften von nahezu archaischer Präsenz. Schroffe Felsen, aufstrebende Baumstämme und vereiste Flächen formen Kompositionen, die wie aus der Zeit gelöst scheinen. Brigitte Wagner arbeitet mit nuancierten Hell-Dunkel-Kontrasten, die sich auf hellem wie auch auf schwarzem Papier entfalten. Gerade die Zeichnungen auf dunklem Grund entwickeln eine besondere Tiefenwirkung: Licht scheint aus den Strichlagen selbst hervorzugehen und verleiht den Landschaften eine geheimnisvolle Ausstrahlung.

In den vergangenen Jahren hat sich Brigitte Wagner (*1940) ganz der Zeichnung zugewandt und die Landschaft – das zentrale Motiv ihres jahrzehntelangen Schaffens – in eine elementare Form geführt. Die Kreide setzt sie ohne Vorzeichnung auf das Blatt. Aus dieser ersten Geste entfaltet sich Strich für Strich das nahezu abstrakte Motiv. Die Landschaft entsteht im Prozess, wächst organisch, verdichtet sich scheinbar wie von selbst: „Es zeichnet“.

Ergänzend zu den jüngsten Arbeiten präsentiert die Ausstellung ausgewählte Kaltnadelradierungen aus früheren Werkphasen. Als markante Wegpunkte im Œuvre von Brigitte Wagner machen sie ihre stilistische Entwicklung nachvollziehbar und spannen den Bogen zu ihrer heutigen Zeichensprache. Die Ausstellung findet zu Ehren des 85. Geburtstags der Künstlerin statt.

Brigitte Wagner – „Es zeichnet“

BrigitteWagner - Es zeichnet, 2026
Brigitte Wagner – „Es zeichnet“

6. Februar bis 31. Mai 2026

Ausstellungseröffnung:
Freitag, 6. Februar 2026, 18:30 Uhr
Einlass 18 Uhr, freier Eintritt

Die Landschaft entsteht wie von selbst: „Es zeichnet“.

Aus intuitiv gesetzten Zeichenspuren schafft die Künstlerin Brigitte Wagner (*1940) expressive Landschaften von nahezu archaischer Präsenz. Schroffe Felsen, aufstrebende Baumstämme und vereiste Flächen formen Kompositionen, die wie aus der Zeit gelöst scheinen. Brigitte Wagner arbeitet mit nuancierten Hell-Dunkel-Kontrasten, die sich auf hellem wie auch auf schwarzem Papier entfalten. Gerade die Zeichnungen auf dunklem Grund entwickeln eine besondere Tiefenwirkung: Licht scheint aus den Strichlagen selbst hervorzugehen und verleiht den Landschaften eine geheimnisvolle Ausstrahlung.

In den vergangenen Jahren hat sich Brigitte Wagner (*1940) ganz der Zeichnung zugewandt und die Landschaft – das zentrale Motiv ihres jahrzehntelangen Schaffens – in eine elementare Form geführt. Die Kreide setzt sie ohne Vorzeichnung auf das Blatt. Aus dieser ersten Geste entfaltet sich Strich für Strich das nahezu abstrakte Motiv. Die Landschaft entsteht im Prozess, wächst organisch, verdichtet sich scheinbar wie von selbst: „Es zeichnet“.

Ergänzend zu den jüngsten Arbeiten präsentiert die Ausstellung ausgewählte Kaltnadelradierungen aus früheren Werkphasen. Als markante Wegpunkte im Œuvre von Brigitte Wagner machen sie ihre stilistische Entwicklung nachvollziehbar und spannen den Bogen zu ihrer heutigen Zeichensprache. Die Ausstellung findet zu Ehren des 85. Geburtstags der Künstlerin statt.

Auf zu den Sternen

Auf zu den Sternen

junger kunstraum
5. Oktober 2025 bis 20. September 2026

Bis zur Unendlichkeit … und noch viel weiter!

Wer würde nicht gerne mit einem Raumschiff durch das Universum reisen, ferne Planeten erkunden und außerirdische Lebensformen treffen? Die Weiten des Weltraums sind unvorstellbar. Der Mond ist unglaubliche 380.000 km von uns entfernt und um den Mars zu erreichen, benötigen Raumsonden mindestens neun Monate. Die Sterne und Galaxien im Universum sind zahllos. Unser Planet, die Erde, ist Teil eines Sonnensystems, das zur Milchstraße gehört. Deren Lichter sehen wir nachts am Himmel funkeln.

1969 betraten die ersten Astronauten den Mond. Das war ein großes Ereignis für die gesamte Menschheit. Heute erkunden Roboter den Mars, schießen Selfies und sammeln wissenschaftliche Daten über die Beschaffenheit des Planeten. Daher wissen wir, dass es auf dem Mars vor langer Zeit Wasser gab. Vielleicht gab es dort sogar Leben? Das versuchen Forscherinnen und Forscher gerade herauszufinden.

Seid ihr bereit für euer Abenteuer im Weltraum?

Das Universum ist voller Wunder und Geheimnisse. Habt ihr schon einmal von Schwarzen Löchern gehört? Sie entstehen, wenn große Sterne explodieren. Ihre gigantische Schwerkraft zieht alles an sich und verschluckt sogar das Licht! Faszinierend, oder?

Im jungen kunstraum – dem einzigen Kinder- und Familienmuseum im Zollernalbkreis – wird Kunst interaktiv und inklusiv vermittelt. Barrieren werden abgebaut und kulturelle Teilhabe ermöglicht. Zur Ausstellung erscheint ein Mitmach-Heft (erhältlich für 2 € an der Museumskasse), das mit kreativen Aufgaben und Rätseln die Auseinandersetzung mit der Kunst spielerisch fördert.

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Auf zu den Sternen

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Auf zu den Sternen

junger kunstraum
5. Oktober 2025 bis 20. September 2026

Bis zur Unendlichkeit … und noch viel weiter!

Wer würde nicht gerne mit einem Raumschiff durch das Universum reisen, ferne Planeten erkunden und außerirdische Lebensformen treffen? Die Weiten des Weltraums sind unvorstellbar. Der Mond ist unglaubliche 380.000 km von uns entfernt und um den Mars zu erreichen, benötigen Raumsonden mindestens neun Monate. Die Sterne und Galaxien im Universum sind zahllos. Unser Planet, die Erde, ist Teil eines Sonnensystems, das zur Milchstraße gehört. Deren Lichter sehen wir nachts am Himmel funkeln.

1969 betraten die ersten Astronauten den Mond. Das war ein großes Ereignis für die gesamte Menschheit. Heute erkunden Roboter den Mars, schießen Selfies und sammeln wissenschaftliche Daten über die Beschaffenheit des Planeten. Daher wissen wir, dass es auf dem Mars vor langer Zeit Wasser gab. Vielleicht gab es dort sogar Leben? Das versuchen Forscherinnen und Forscher gerade herauszufinden.

Seid ihr bereit für euer Abenteuer im Weltraum?

Das Universum ist voller Wunder und Geheimnisse. Habt ihr schon einmal von Schwarzen Löchern gehört? Sie entstehen, wenn große Sterne explodieren. Ihre gigantische Schwerkraft zieht alles an sich und verschluckt sogar das Licht! Faszinierend, oder?

Im jungen kunstraum – dem einzigen Kinder- und Familienmuseum im Zollernalbkreis – wird Kunst interaktiv und inklusiv vermittelt. Barrieren werden abgebaut und kulturelle Teilhabe ermöglicht. Zur Ausstellung erscheint ein Mitmach-Heft (erhältlich für 2 € an der Museumskasse), das mit kreativen Aufgaben und Rätseln die Auseinandersetzung mit der Kunst spielerisch fördert.

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Kunstschätze – Die Sammlungen

Kunstschätze – Die Sammlungen

Dauerausstellung

Große Vielfalt einzigartiger Werke aus Moderne und Gegenwart!

Die Dauerausstellung des Kunstmuseums Albstadt ist ein echtes Highlight für Kunstbegeisterte. Sie präsentiert sorgfältig kuratierte Werke aus dem reichen Bestand des Hauses – mit ikonischen Arbeiten, faszinierenden Neuentdeckungen und thematischen Bezügen, die neue Perspektiven eröffnen.

Zwei herausragende Sammlungen stehen im Zentrum der Ausstellung Kunstschätze:

  • Die Stiftung Sammlung Walther Groz  (ca. 5.000 Blatt) zeigt künstlerische Entwicklungen seit dem Expressionismus – mit einem Schwerpunkt auf der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
  • Die Sammlung Gerhard und Brigitte Hartmann (über 4.500 Blatt) ergänzt dieses Panorama mit Positionen der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart – alles im Medium der Druckgrafik.

Von Otto Dix (1891–1969) bewahrt das Museum eine der weltgrößten Sammlungen von Kunstwerken auf Papier (446 Blatt!). Aus diesem kostbarsten Besitz sind in der Schau neben schonungslosen Schilderungen des Ersten Weltkrieges und der Gesellschaft in der Weimarer Republik auch großformatige Handzeichnungen mit Porträts, Aktszenen und religiösen Themen zu sehen. Zu den Albstädter Kunstschätzen gehört die Malerei, Zeichnung und Druckgrafik des aus Ebingen stammenden Freilichtmalers und Impressionisten Christian Landenberger (1862–1927). Das Museum hütet die größte existierende Landenberger-Sammlung (ca. 440 Werke). Felix Hollenberg (1868–1945) gilt als Pionier der Landschafts- und Original-Radierung. Seltene Zustandsdrucke, Druckplatten und Gemälde vermitteln einen Eindruck seines Schaffens (über 1.000 Werke).

Aus der Spezialsammlung zum Landschaftsbild der Schwäbischen Alb ist eine herausragende Selektion vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart zu sehen, beispielsweise historische Stiche, naturalistische Ölbilder und moderne Abstraktionen. Mit den Gemälden und Zeichnungen aus der Schenkung Karl Hurm (1930–2019) hat auch die Naive Kunst einen festen Platz im Bestand. Die Werke wurden durch die Freunde Kunstmuseum Albstadt e.V. an das Museum vermittelt. Der Förderverein lässt seit Jahrzehnten die Kunstschätze mit großzügigen Schenkungen wachsen und tritt damit ebenfalls deutlich in der Ausstellung in Erscheinung.

Zur Barrierefreiheit: Die Schau erstreckt sich über die dritte und vierte Etage. Der Fahrstuhl endet in der dritten Etage. In die vierte Etage gelangt man über eine Treppe.

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Kunstschätze – Die Sammlungen

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Kunstschätze – Die Sammlungen

Dauerausstellung

Große Vielfalt einzigartiger Werke aus Moderne und Gegenwart!

Die Dauerausstellung des Kunstmuseums Albstadt ist ein echtes Highlight für Kunstbegeisterte. Sie präsentiert sorgfältig kuratierte Werke aus dem reichen Bestand des Hauses – mit ikonischen Arbeiten, faszinierenden Neuentdeckungen und thematischen Bezügen, die neue Perspektiven eröffnen.

Zwei herausragende Sammlungen stehen im Zentrum der Ausstellung Kunstschätze:

  • Die Stiftung Sammlung Walther Groz  (ca. 5.000 Blatt) zeigt künstlerische Entwicklungen seit dem Expressionismus – mit einem Schwerpunkt auf der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
  • Die Sammlung Gerhard und Brigitte Hartmann (über 4.500 Blatt) ergänzt dieses Panorama mit Positionen der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart – alles im Medium der Druckgrafik.

Von Otto Dix (1891–1969) bewahrt das Museum eine der weltgrößten Sammlungen von Kunstwerken auf Papier (446 Blatt!). Aus diesem kostbarsten Besitz sind in der Schau neben schonungslosen Schilderungen des Ersten Weltkrieges und der Gesellschaft in der Weimarer Republik auch großformatige Handzeichnungen mit Porträts, Aktszenen und religiösen Themen zu sehen. Zu den Albstädter Kunstschätzen gehört die Malerei, Zeichnung und Druckgrafik des aus Ebingen stammenden Freilichtmalers und Impressionisten Christian Landenberger (1862–1927). Das Museum hütet die größte existierende Landenberger-Sammlung (ca. 440 Werke). Felix Hollenberg (1868–1945) gilt als Pionier der Landschafts- und Original-Radierung. Seltene Zustandsdrucke, Druckplatten und Gemälde vermitteln einen Eindruck seines Schaffens (über 1.000 Werke).

Aus der Spezialsammlung zum Landschaftsbild der Schwäbischen Alb ist eine herausragende Selektion vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart zu sehen, beispielsweise historische Stiche, naturalistische Ölbilder und moderne Abstraktionen. Mit den Gemälden und Zeichnungen aus der Schenkung Karl Hurm (1930–2019) hat auch die Naive Kunst einen festen Platz im Bestand. Die Werke wurden durch die Freunde Kunstmuseum Albstadt e.V. an das Museum vermittelt. Der Förderverein lässt seit Jahrzehnten die Kunstschätze mit großzügigen Schenkungen wachsen und tritt damit ebenfalls deutlich in der Ausstellung in Erscheinung.

Zur Barrierefreiheit: Die Schau erstreckt sich über die dritte und vierte Etage. Der Fahrstuhl endet in der dritten Etage. In die vierte Etage gelangt man über eine Treppe.

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Für Familien – Kunst gemeinsam entdecken!

Ein Ausflug ins Kunstmuseum Albstadt ist für Familien ein Erlebnis voller Entdeckungen. Zahlreiche Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken machen die Ausstellung zu einem lebendigen Ort für gemeinsame Gespräche, kreative Gedanken und inspirierende Familienmomente. Inmitten der Schau lädt ein Spieltisch mit Kapla-Steinen dazu ein, zusammen fantasievolle Gebäude zu errichten.

Mit dem Museumsrucksack können Kinder (und Erwachsene!) in einer unterhaltsamen Rallye spielerisch die Welt der Kunst erkunden. Dabei geht es nicht um Fachwissen, sondern ums Schauen, Staunen und Mitmachen. Ob beim Suchen von Details, Rätsellösen oder Perspektivwechseln – hier kommt keine Langeweile auf.

Für Kitas und Schulen – Kunst, die neugierig macht!

Das Kunstmuseum Albstadt ist ein einzigartiger Lernort und bietet für Kindergärten, Schulklassen und Lehrkräfte ein altersgerechtes, lebendiges Bildungsangebot. Die Dauerausstellung eignet sich perfekt, um junge Menschen für die Vielfalt der Kunst zu begeistern. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, um altersgerechte Workshops und Führungen zu planen (Carina Rosenlehner, Bildung und Vermittlung, carina.rosenlehner[at]albstadt.de)

Expressionismus – Hoher Flug & tiefer Fall

Expressionismus – Hoher Flug & tiefer Fall

8. Mai 2026 bis 14. Februar 2027

Die Expressionisten erleben eine Welt im Aufbruch und stehen zugleich vor einem historischen Abgrund.

Fortschrittsglaube trifft auf apokalyptische Vision, paradiesische Utopie auf Großstadtelend, Kriegsbegeisterung auf Eskapismus. Wie in kaum einer anderen Kunstepoche spiegeln sich in der Kunst der Expressionisten Hoffnungen und Nöte, Ekstase und Verzweiflung. Maßgeblich ist der Anspruch, aus subjektiver Empfindung heraus zu gestalten. Ernst Ludwig Kirchner fühlt sich 1906 mit jedem verbunden, „der unmittelbar und unverfälscht das wiedergibt, was ihn zum Schaffen drängt“. Heinrich Campendonk bekennt 1909: „Ich möchte nur die nackte Empfindung malen.“

Die Ausstellung beleuchtet den Expressionismus als vielgestaltiges Phänomen. Neben den prägenden Werkgruppen der Brücke und des Blauen Reiters rücken auch weniger bekannte Positionen in den Fokus, darunter zahlreiche Künstlerinnen, deren Beiträge zur Moderne lange im Schatten ihrer männlichen Kollegen standen. So entsteht ein erweitertes Bild der Epoche, das ihre Vielfalt und Experimentierfreude sichtbar macht. Der Bogen spannt sich vom Frühexpressionismus des späten 19. Jahrhunderts bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933, ab der eine freie künstlerische Entfaltung durch Repression und Verfolgung zunehmend unmöglich wird.

Es handelt sich um das größte Ausstellungsprojekt des Kunstmuseums Albstadt im Jahr 2026. Auf mehreren Etagen werden Zeichnungen, Aquarelle, druckgrafische Arbeiten und ausgewählte Gemälde präsentiert. Die Schau schöpft aus der bedeutenden Grafischen Sammlung des Kunstmuseums. Hochkarätige Leihgaben stammen aus der Sammlung Frank Brabant, Wiesbaden, LETTER Stiftung, Köln, und weiteren Privatsammlungen. Kuratiert wird die Ausstellung von Dr. Kai Hohenfeld und Melanie Löckel. Ein Audioguide und ein Kinderaudioguide vertiefen das Ausstellungserlebnis. Der reich bebilderte Katalog (26 €) mit Beiträgen von Dr. Kai Hohenfeld, Melanie Löckel und Dr. Rudolf Rieger ist an der Museumskasse und auf Bestellung erhältlich (AbeBooks.de, kunstmuseum@albstadt.de, 07431 160-1491, ab 8 € Porto/Verp.).

Barrierefreiheit: Der größte Teil der Schau befindet sich im Erdgeschoss sowie im dritten Obergeschoss, das mit dem Aufzug erreichbar ist. Ein kleinerer Ausstellungsteil im vierten Obergeschoss ist nur über eine Treppe zugänglich.

Ermöglicht durch die FREUNDE KUNSTMUSEUM ALBSTADT E.V.

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Kunst- und Kulturpreis Zollernalbkreis - Fotografie im Fokus

Kunst- und Kulturpreis Zollernalbkreis - Fotografie im Fokus

Preisverleihung: Donnerstag, 23. April 2026, 18:30 Uhr (Einlass 18 Uhr)
Eintritt frei

  • Prämierung von fünf jugendlichen Preisträgerinnen und -trägern
  • Laudationes von: Bernhard Jung, Mitgründer des Vereins Freiraum – Balingen kreativ; Lea Irion, Redaktionsleiterin Südwestpresse Zollernalbkreis; Sabrina Stotz, Pressestelle Landratsamt Zollernalbkreis; Nino Strauch, Werbe- und Dokumentarfotograf


Der Kunst- und Kulturpreis Zollernalbkreis geht in die nächste Runde. Dieses Mal dreht sich alles um die Fotografie. Und um originelle Blicke auf unsere Region und ihre Menschen. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Bereits zum sechsten Mal loben das Landratsamt, die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft PKF Wulf Gruppe Süd und die Sparkasse Zollernalb gemeinsam den Kunst- und Kulturpreis aus. Im Fokus steht dieses Jahr die Fotografie. Das Motto lautet „Junge Perspektiven – Deine Orte, Menschen und Momente“. Wie verbringen junge Menschen im Zollernalbkreis ihren Alltag, wo sind sie in ihrer Freizeit unterwegs, welcher ist ihr „Place to be“? Gefragt ist Kreativität beim Fotografieren und die handwerkliche Umsetzung. Bei der Auswahl der Fototechnik haben Teilnehmende die freie Wahl: Ob Smartphone, Spiegelreflex oder Polaroid, das Ergebnis zählt. Eines ist klar: KI-generierte Bilder sind tabu. Bis zu drei Motive jeden Formats können pro Teilnehmenden eingereicht werden – egal ob digital oder bereits ausgedruckt.

Ausdrücklich sind – anders als in Vorjahren, als die Teilnahme ab 16 Jahren möglich war – nun bereits Jüngere ab 14 Jahren eingeladen, an dieser Auflage des Kunst- und Kulturpreises mitzuwirken und ihre Sichtweise einzubringen. „Wie sehen junge Menschen den Zollernalbkreis, was bedeutet es für sie, hier aufzuwachsen? Wir sind gespannt auf einfallsreiche, überraschende und neue Blickwinkel auf unsere Region und Mitmenschen“, erklärt Dr. Uwe Folwarczny, Leiter des Kreisarchivs.

Eine Jury wird alle Bilder sichten. Ihr gehören Profis sowie mit der Fotografie eng vertraute Persönlichkeiten an: Nino Strauch, Werbefotograf mit Leidenschaft für dokumentarische Fotografie, Lea Irion, Redaktionsleiter der Südwestpresse im Zollernalbkreis, Bernhard Jung, Mitgründer des Vereins Freiraum – Balingen kreativ, sowie Sabrina Stotz von der Pressestelle des Landratsamts. Es werden Preisgelder im Gesamtwert von 6.000 Euro vergeben. Gekürt werden die Gewinnerinnen und Gewinner 2026 am 23. April bei der Preisverleihung im Kunstmuseum Albstadt, wo die Siegermotive zudem ausgestellt werden.

Warum gibt es den Kunst- und Kulturpreis? Junge Menschen sollen ermutigt werden, sich mit Kunst und Kultur auseinanderzusetzen. Talente sollen entdeckt und gefördert werden, um so die Kunst- und Kulturszene in der Region zu stärken und weiterzuentwickeln.

Einsendeschluss war der 31. Januar 2026.

Matija Pišpek – SMASH

Matija Pišpek – SMASH

19. Juni bis Herbst 2026

Das Widersprüchliche und Absurde unserer Wirklichkeit sichtbar machen

Matija Pišpek (*1974) hat einen eigenständigen und hochaktuellen Zugang zur Aktmalerei entwickelt, der von extremer Dynamik und körperlicher Spannung geprägt ist. Ausgehend von Eindrücken aus Mixed Martial Arts, Pornografie, eigenen Zeichnungen und Fotografien lässt er naturalistische Körperfragmente, abstrakte Farbfelder und gestische Spuren zu kraftvollen Bildkompositionen verschmelzen.

Der Ausstellungstitel SMASH (zerschmettern) entstammt dem Vokabular des Kampfsports und verweist auf das Fragmentarische und Explosive in Matija Pišpeks Malerei. Seine Gemälde knüpfen an verschiedene bedeutende Traditionen an: den Realismus, die Plastizität des Manierismus, die Bewegungssprache des Futurismus, die Multiperspektive des Kubismus, die räumliche Rätselhaftigkeit der Pittura Metafisica und die Geste des Informel. So findet Matija Pišpek zu vielschichtigen, bisher ungesehenen Montagen.

Zugleich reflektiert Matija Pišpeks Malerei, wie unser alltäglicher Medienkonsum die Wahrnehmung verändert und die Grenze zwischen Realität und Virtualität zunehmend auflöst. Das Widersprüchliche und Absurde ist allgegenwärtig. Es entsteht eine neue Bildsprache, in der Körper, Raum und Fläche sich gegenseitig überlagern und durchdringen.

Neben Gemälden zeigt die Ausstellung auch eine Auswahl jüngster Aquarelle. Mit einer feinfühligen Übersteigerung von Anatomie und Farbigkeit findet Matija Pišpek hier zu einer subtilen Expression. Diese Blätter repräsentieren die stille Seite eines Œuvres, das stets zwischen kontrollierter Konstruktion und eruptiver Entladung oszilliert.

Matija Pišpek wurde in Berlin geboren und stammt aus einer kroatischen Familie. Seit 1997 lebt und arbeitet er in Stuttgart. Auf das Studium der Germanistik und Kunstgeschichte an der dortigen Universität folgte das Malereistudium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste. Nach Matija Pišpeks Beiträgen zu den Ausstellungen Sex & Gewalt – Tödliches Begehren in der Kunst (2023/24) und Interieur & Stillleben in Moderne und Gegenwart (2024) widmet das Kunstmuseum Albstadt dem ambitionierten Maler nun erstmals eine repräsentative Einzelausstellung.

Matija Pišpek, Ten chilling men, 2025
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